Bertha-von-Suttner: Vorbild in Haltung und Erziehung

Bertha von Suttner (1843-1914) war eine österreichische Schriftstellerin und Pazifistin. Im Jahr 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns am Bertha-Tag, der in zeitlicher Nähe zum Geburtstag unserer Namensgeberin begangen wird, in allen Klassen und Stamm-Kursen mit dem Leben und Wirken unserer Namensgeberin. Dabei werden unterschiedliche Facetten ihrer Persönlichkeit betrachtet: Bertha von Suttner steht für die Gleichberechtigung von Frau und Mann, sie hat die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Existenz stets mit Gelassenheit getragen, aber das verändert, was in ihrer Macht stand. Sie war eine geschickte europäische Netzwerkerin und hat den freien, gesellschaftspolitischen Diskurs geschätzt, weil sie gebildet war und der Wirkung des richtigen Wortes zur richtigen Zeit vertraute. Sie hat viele Sprachen beherrscht und auf ihren Reisen den lebendigen Austausch über die kulturellen Eigenheiten zwischen den Völkern befördert.

Das Miteinander in einer großen Schule bedarf der täglichen Pflege eines fairen Umgangs. Dieser Herausforderung stellen sich in erster Linie die Klassenleitungen, aber auch der Fachunterricht ist diesem Prinzip verpflichtet. Im Sinne Bertha von Suttners pflegen wir einen friedlichen Umgang miteinander, der sich auch in einer wertschätzenden Wortwahl ausdrückt.

In einer lebendigen Schule bleibt es dennoch nicht aus, dass Konflikte entstehen. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft arbeiten nach ihren Kräften an der Entwicklung gewaltfreier Konfliktlösungen. Darüber hinaus fördern wir vielfältige Formen von Engagement und verantwortlichem Handeln für die Schulgemeinschaft. Beim feierlichen Festakt während des Bertha-Tags (alle zwei bis drei Jahre) zeichnen wir Schülerinnen und Schüler aus, die sich im sozialen Verhalten besonders hervorgetan haben.

Ulrich Hotz, Schulleiter

Grafik: Erika Binz-Blanke 2014


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