"Crash-Kurs" am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Am 14.09. führte die Polizeiinspektion Andernach eine Veranstaltung zur Verkehrsunfallprävention am Bertha-von-Suttner-Gymnasium unter Leitung von Pascal Gimnig durch. Die Veranstaltung trägt den Namen "Crash Kurs" und besteht seit 2013 als schulische Projektreihe in Rheinland-Pfalz. Jeweils ein Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notfallseelsorge stellten multiperspektivisch einen Unfall mit Todesfolge aus unmittelbarer regionaler Nähe vor, an dem jugendliche Fahranfänger aus der Umgebung beteiligt waren.

Der Vortrag startete mit einfachen Verkehrsstatistiken. Zunehmend entwickelte sich jedoch aus den Erlebnisberichten die Reportage eines einzigen schweren Unfalls, einer jugendlichen "Crash-Fahrt". Eine Rekonstruktion, deren mitunter schonungsloser Sog sich keiner im Saal entziehen konnte, auch weil man zwischendurch merkte, wie schwer es den gestandenen Mitarbeitern der Rettungsbehörden stellenweise selbst fiel, dem Erlebten Ausdruck zu verleihen. Die Erinnerungen an die Unfallbilder wurden so für alle im Saal präsent.

Während der Veranstaltung herrschte völlige Stille. Die Zuhörer, die Stufenversammlungen der Jahrgänge 12 und 13, verfolgten, zunehmend betroffener, den eindringlichen Berichten. Hinterher sah man die Schüler noch berührt in Grüppchen auf den Schulhof sitzen, um das Gehörte zu verarbeiten.

Diese Identifikation mit den Unfallopfern ist gewollt, um durch eine Emotionalisierung in Konsequenz für ein defensives Fahrverhalten zu sensibilisieren. Die Veranstaltung selbst war wichtig und wird sicherlich noch lange bei den Jugendlichen Nachhall finden.


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