Internationale Sprachgenies besuchen das Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Zwölf internationale Preisträger des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD), im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, zeigten sich in den letzten zwei Wochen von Andernach und seiner Umgebung begeistert. Die Jugendlichen gewannen in ihren Heimatländern einen Wettbewerb, der sie als beste "Deutschsprecher" ihres Landes auszeichnet. Als Preis winkt ein einmonatiger Aufenthalt in Deutschland. Zwei Wochen davon leben die internationalen Gäste in Familien und lernen den normalen Alltag kennen. Sie besuchen auch die Schule, meist Gymnasien, die über das ganze Bundesgebiet verteilt sind, so in Schwerin, Weimar, Lindau am Bodensee und auch hier in Andernach.

Seit Jahrzehnten stellt sich, zuverlässig und im Sinne des internationalen und friedensorientierten Profils als Europa-Schule, das Bertha-von-Suttner-Gymnasium für dieses Austauschprogramm des Außenministeriums zur Verfügung. Die Folgen des Austauschs sind nachhaltig, denn später, so zeigt die Erfahrung, kehren viele ehemalige PAD-Gastschüler wieder für ein Studium nach Deutschland zurück. Ehemalige Absolventen sind inzwischen auch Minister, Mediziner oder hohe Wirtschaftsvertreter oder sie arbeiten in ihrem Heimatland als Deutschlehrer und damit auch als Kulturvermittler.

Dieses Jahr kamen die jungen Gäste aus China, Kamerun, Kenia, Kanada, Griechenland und Polen. Mit beeindruckendem Deutsch bereicherten sie hierbei den Unterrichtsalltag. Die hiesigen Schüler staunten, als sie etwa hörten, dass die chinesischen Gastschülerinnen von 7 bis 22 Uhr in die Schule gehen und dass anschließend auch noch Hausaufgaben erledigt werden müssen. Erstaunlich auch, dass in Kamerun bis zu 120 Schüler pro Klasse sitzen oder es in Kenia 42 Sprachen gibt. Nina, eine der Gastschülerin bringt es rückblickend auf den Punkt: "Es war eine bunte Gruppe und auch wenn sie überall aus der Welt kamen, fanden wir alle etwas, das wir gemeinsam hatten."

Neben dem Kennenlernen des Alltagslebens besuchten die Gäste mit ihren Gastgeschwistern im Rahmen von zwei Tagesausflügen jeweils auch Trier und den ehemaligen Atomschutzbunker bei Ahrweiler. Auch Bürgermeister Peitz begrüßte die Preisträger und hieß sie in Andernach willkommen. Im Anschluss an die Zeit in Andernach fährt die Gruppe nun weiter nach München und Berlin, um bei ihrem erstmaligen Besuch in Deutschland auch noch weitere interessante Einblicke zu gewinnen.