Die Neulinge sind begeistert
Ganztagsschule hat im Sommer 30 Schülerinnen und Schüler aufgenommen

Andernach. Die Ganztagsschule am Bertha-von-Suttner-Gymnasium hat im Sommer 30 neue Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Diesen Neulingen gefällt das Angebot ausgezeichnet, und sie fühlen sich rundum gut betreut.

Die Ganztagsschule am BvSG besteht in Angebotsform. Berufstätige Eltern oder auch Eltern, deren Kinder vielfältige deutsche Sprechanlässe brauchen, sind besonders angesprochen. Man kann sich auch im Laufe des Schuljahres anmelden und bindet sich für ein Jahr. Der Ganztag beginnt nach dem regulären Vormittagsunterricht in der Mittagspause in der Mensa, wo das Essen gemeinsam eingenommen wird. Vielen Schülern schmeckt das Essen sehr gut. Michelle meint, dass es immer lecker sei. „Es ist die einzige Mensa, die auch mal Pfannkuchen macht.“

Auch Nina und David finden das Essen schmackhaft, aber sie möchten gern gleichzeitig das Handy benutzen. Das verbietet jedoch die Hausordnung. Schulleiter Ulrich Hotz: „Die Schüler/innen benutzen ihr Handy zwar gelegentlich im Unterricht, wenn die Lehrkraft dies erlaubt. Aber beim Essen legen wir Wert auf achtsames Miteinander.“


Viel wichtiger als virtuelle Scheinwelt, so Hotz weiter, sei Spiel und Spaß draußen an der frischen Luft, sobald man mit dem Essen fertig sei. An zwei Tagen geht es nach dem Essen weiter mit einer der vielfältigen Arbeitsgemeinschaften, die entweder sportlich, musikalisch oder wissenserweiternd sind. Carraig findet den Wechsel zwischen Bewegung und Lernzeit gut und abwechslungsreich. Auf die Frage nach seiner Lieblings-AG sagt er: „Einfach alle!“ Marie mag besonders den Unterstufenchor. Ihr gefällt, dass sie dann auch mit den Schülern zusammen sein kann, die die Ganztagsschule nicht besuchen. An der Ganztagsschule findet Marie toll, dass sie dort Schülerinnen aus anderen Klassen kennenlernt.

An den übrigen Tagen beginnt man direkt mit den schulischen Pflichten, die in der „Lernzeit“ erledigt werden: Hausaufgaben, Nacharbeit vom Vormittag, Referate erstellen.

Erst danach beginnen die Arbeitsgemeinschaften. Die „Lernzeit“ dauert in der Regel 80 Minuten, in denen genügend Zeit für die Erledigung der Hausaufgaben und für die Beschäftigung mit Schulstoff ist. Es wird auf konzentriertes Arbeiten und die sorgfältige Erledigung aller Hausaufgaben geachtet. Auch wenn diese Arbeit nicht zu den angenehmen Beschäftigungen gehört, so freut sich Reyyan, dass alle ihre Hausaufgaben erledigt sind, wenn sie nach Hause kommt. Auch freut sie sich, dass sie in alle AGs gekommen ist, die sie gewählt hat.

Jonas mag die neuen FSJ-Kräfte sehr und kommt auch mit den meisten Lehrkräften klar, manche findet er nett. Er und Tim sind der Ansicht, dass die neuen Portfolios „cool“ sind, in denen sie Aktivitäten aus der Ganztagsschule dokumentieren. An jedem Tag bietet eine Fachlehrkraft in einem Hauptfach eine Stunde an, in der schwache Schüler unterstützt und starke herausgefordert werden. Denn die Motivation an der schulischen Seite des Ganztags braucht differenzierte Angebote.

Mindestens einmal im Schuljahr führt die Schule eine Exkursion nur für die GTS-Schülerschaft durch, wie zum Beispiel im letzten Schuljahr zum lcehouse nach Neuwied und davor zum WDR nach Köln. In diesem Schuljahr will man sich verstärkt um Kooperationen mit außerschulischen Lernorten kümmern, sei es Klettern, Reiten oder Tennis, damit beim Lernen Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen.

Blick aktuell 27.10.2017