Präsentation der Praktika am Bertha-von-Suttner Gymnasium

Strahlende Gesichter gab es, als die Preisträger der 10. Klassen des Bertha-von-Suttner Gymnasiums ihre Buchgutscheine in Händen hielten. Die sechs Gewinner zeichneten sich durch ihre gelungene Präsentation über ihr zweiwöchiges Betriebspraktikum aus. Alle Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen absolvierten kurz vor den Sommerferien ein zweiwöchiges Praktikum. Nun gab es Gelegenheit, die gemachten Erfahrungen an jüngere Schülerinnen und Schüler weiterzugeben.

"Das ist sehr hilfreich, dass wir uns untereinander informieren und austauschen können, welche Möglichkeiten es gibt, ein Praktikum zu machen", fasst Tim seine gewonnenen Eindrücke zusammen. "Ich dachte erst, dass ich mein Praktikum auf jedem Fall in einem Büro machen will, aber jetzt habe ich gelernt, dass es mir viel wichtiger ist, ob ich auch eigenständige kleine Aufgaben übernehmen kann und ob es einen Verantwortlichen gibt, der mein Praktikum betreut und mir Rückmeldung gibt. Ich will mich ja einbringen und nicht nur meine Zeit absitzen."

Die Präsentation in der Mensa des Schulzentrums zeigte die ganze Bandbreite an vielfältigen Praktikumsmöglichkeiten. Viele junge Erwachsene kümmern sich selbständig um ihre Einsatzstellen, froh, dass sie ihren Interessen folgen können. " Mich interessiert Psychologie, aber in allen Telefonaten, die ich geführt habe, wurde ich immer wieder abgelehnt oder vertröstet. Ich habe fast den Mut verloren und schaute mich schon nach Alternativen um, da lud mich ein Psychologe aus Neuwied ein. Er hat eine ganz kleine Praxis, aber das hat mir ermöglicht, die unterschiedlichsten Arbeitsfelder von ihm kennenzulernen. Mein Praktikum war also wirklich spannend", berichtet Kathie die auf dem Tisch auch viele Bücher ausgebreitet hat, die weiterführende Impulse versprechen.

Die Betriebe und Institutionen in der Region zeigen sich in der Regel sehr an den jungen Gymnasiasten interessiert und nehmen die Chance wahr, den jungen Menschen Einblicke in das Arbeitsleben zu vermitteln. " Ich war überrascht, wie gut die Angestellten am Gericht hier in Andernach sich auf uns eingelassen haben", erzählt auch Hannah begeistert. Sie überlegt, nach dem Abitur Jura zu studieren. "Am Gericht bekamen wir einen genauen Ablaufplan für die beiden Wochen. Ich durfte sogar an Gerichtsverhandlungen teilnehmen und war gut in das Team einbezogen. Besonders imponiert hat mir, dass meine Betreuerin sich wirklich Zeit für mich genommen hat und mich immer ermuntert hat, Fragen zu stellen. Mein Praktikum hat mich in dem Wunsch bestärkt, dass Richterin für mich ein gutes Berufsziel sein könnte."

Auch Alexandra ist mit ihrem Praktikum im Rückblick sehr zufrieden. "Da ich überlege, Medizin zu studieren, habe ich mich gefreut, dass ich in der Rhein-Mosel Klinik als Praktikantin willkommen war. Das Arbeitsklima war prima und auch die Arbeitszeiten haben mir gefallen. Ich habe so viel in den zwei Wochen gelernt und die zehnte Klasse mache ich nun viel ernsthafter, da ich weiß, dass ich für ein Studium einen wirklich guten Schnitt im Abitur brauche."

Bei so viel Engagement und Begeisterung liegt es auf der Hand, dass es der Jury schwer fiel, die Preisträger auszuwählen. Ausschlaggebend war dann auch neben den visuellen Ergebnissen wie Plakaten, Power-Point Präsentationen oder kleinen Videos, wie die Preisträger von ihren Erfahrungen berichteten. Sachkenntnis, Engagement und mit Feuereifer vorgetragene Erlebnisse überzeugten hier.

"Es ist wunderbar zu sehen, dass die jungen Erwachsenen in ihrem Praktikum wertvolle Erfahrungen machen können", berichtet auch Frau Bals, die an der Schule für die Berufs-und Studienvorbereitung verantwortlich ist. "Wir ermuntern unsere Schüler und Schülerinnen, sich neuen Erfahrungen zu stellen und uns ist auch wichtig, die Jugendlichen vor, während und nach dem Praktikum gut zu begleiten, damit die gemachten Erfahrungen hilfreich sind."

Presseerklärung des BvSG (03.11.2017)