Bosse kehren zurück in die Schule

Die Unternehmer von heute informierten während des BOSS-Aktionstages am Bertha-von-Suttner-Gymnasium ihre möglichen Nachfolger. So kamen vier regionale Unternehmerberater und ein Jungunternehmer in die Schule, um die 91 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 in einem sechstündigen Projekt auf das selbstständige Geschäftsleben vorzubereiten. Zuvor hatte Max Blum einen einstündigen Vortrag gehalten, worauf bei einer Unternehmensgründung zu achten ist. Der BOSS-Tag selber findet landesweit an sehr vielen Schulen statt. Das Besondere an der Umsetzung am Bertha-von-Suttner-Gymnasium ist die enge regionale Verknüpfung und das seit Jahren bestehende Engagement von lokalen Unternehmern, die sich hier unentgeltlich einbringen.

"Wer ein Unternehmen gründen möchte, braucht eine erfolgsversprechende Geschäftsidee, die sich abhebt", so der Organisator Matthias Heubach, der als Sozialkundelehrer an der Schule tätig ist. Die Schüler hielten sich an die anfangs aufgestellten Vorgaben der geladenen Experten und entwickelten in Gruppenarbeit eine Geschäftsidee für ihre ganz persönliche Geschäftsidee, wobei sie einen erfrischenden Enthusiasmus an den Tag legten. Die Vorschläge reichten vom Autokino am Mendiger Flugplatz, Biogasanlagen in Plaidt bis hin zu diversen Ladenlokalen in der Andernacher Altstadt. In der Realität werden leider nur wenige der angedachten Geschäftsideen verwirklicht, wobei allerdings einige "Absolventen" des Boss-Tages mittlerweile auch schon als erfolgreiche Existenzgründer wirken.

Der Unternehmernachwuchs in einer fünfstündigen Planungsphase vielfältig, vom Finanzierungsplan bis zur Machbarkeitsanalyse, beraten und betreut. Bei den geladenen Experten handelte es sich um Lars May (ehemaliger Schüler und selbstständig mit einem Fotostudio), Max Blum (Unternehmensentwicklung), Janine Dott (IHK) und Marco Döhr (Kreissparkasse Andernach). Am Ende waren sich die Profis und Schülerinnen einig: "Einfach nur die Möglichkeiten in den Blick zu nehmen, einmal als Selbstständiger zu arbeiten, das kann bei der Gestaltung des zukünftigen Lebensweges mitunter entscheidend sein."