Energiesparend ein gesundes Klima im Klassenraum erzeugen
Die Klasse 6d beteiligt sich am Projekt "Zimmerwetter"

Andernach. Richtiges Lüften und Heizen wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden aus, sondern schont auch unser Klima. Diesen Zusammenhang erlernte die Klasse 6d des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in Andernach mit ihrer NaWi-Lehrerin Rebecca Rabe im Rahmen des in Rheinland-Pfalz neuartigen Projektes „Zimmerwetter“. Unter Anleitung von Zimmerwetter-Profi Michael Treppesch wurden aus den Schülern junge Wissenschaftler, diedem kaum sichtbaren Phänomen „Raumklima“ nachspürten. Vor allem in Räumen, in denen sich viele Menschen für einen längeren Zeitraum aufhalten – wie etwa Klassenzimmern – wird die Luft durch die zunehmende Konzentration an Kohlendioxid relativ schnell stickig. Um die CO2-Konzentration im eigenen Klassenraum zu bestimmen, bekamen die Schüler ein spezielles Messgerät, das sie vorher noch nie gesehen hatten – genauso wie das Messgerät für die Oberflächentemperatur, welches die Schüler spontan an eine Laserpistole erinnerte. Neben Temperatur und CO2-Konzentration sammelten die Sechstklässler mit großem Engagement auch Messwerte zur Luftfeuchte und Kondensation. Daraufhin wurde das Klassenzimmer mit Theaternebel gefüllt, der erkennen ließ, wie Luft strömt. Anschließend wurden die verschiedenen Lüftungsmethoden miteinander verglichen. So konnten die Schülerinnen und Schüler dann mit eigenen Augen sehen, was die Messergebnisse bereits angedeutet hatten: „Auf-Kipp-Lüften“ ist wenig effektiv und vergeudet Energie. Stoßlüften bringt hingegen wesentlich mehr. Und das sogenannte Querlüften – das Öffnen gegenüberliegender Fenster – ist am effizientesten, da noch weniger Zeit für den Luftaustausch benötigt wird.

Zum Abschluss des Workshops installierte Michael Treppesch eine Lüftungsampel im Klassenzimmer, denn die CO2-Konzentration steigt im Klassenzimmer schnell auf Werte, bei denen sich Schüler schlechter konzentrieren können. „Springt die Lüftungsampel auf Rot, ist der Gehalt an Kohlendioxid in der Raumluft mit mehr als 1.600 ppm (parts per million) derart hoch, dass es höchste Zeit wird zu lüften“, erläuterte der Referent. Neben vielen neuen Erfahrungen nahmen sich die Schüler dementsprechend folgenden Merksatz mit nach Hause: „Alle Fenster auf, dicke Luft muss raus!“ Das in Hamburg bereits etablierte Projekt „Zimmerwetter“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz als Projektträger möchte mit diesem Angebot für Schulen dazu beitragen, das Klima zu schonen und ein gesundes Raumklima in den Klassenzimmern zu schaffen.

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Blick aktuell 16.12.2016