"Ungehörte Stimmen" begeisterten Fünftklässler
Bundesweiter Vorlesetag am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Wie kann man die Welt retten, wenn sogar mächtige Zauberer an deren Zerstörung arbeiten? Diese Frage beschäftigte rund 100 Fünftklässler, als am vergangenen Freitag wieder der traditionelle Vorlesetag der "Stiftung Lesen" in der Mensa des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums stattfand. Im Zentrum der Vorleseaktion stand Michael Endes Kinderroman "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch", der heute so aktuell ist wie in seinem Erscheinungsjahr 1989.

Schulleiter Ulrich Hotz begrüßte die lesebegeisterte Schar und erteilte zunächst Johannes Willickes das Wort, dem Vorjahressieger des Schulentscheids im alljährlichen Vorlesewettbewerb der 6. Klassen. Er zeigte sein Können mit Auszügen aus "Percy Jackson" (Rick Riordan) und entführte dabei die Zuhörerschaft für kurze Zeit in eine Fantasy-Welt, angelehnt an die griechische Mythologie.

Anschließend präsentierte der Schulleiter eine "Zaubersanduhr", um zum Hauptteil der Veranstaltung überzuleiten. Er begrüßte Frau Weinand, die Schulsekretärin, sowie Herrn Kummer, den Hausmeister, die gemäß dem Motto "Ungehörte Stimmen hören" den Figuren des Romans ihre Stimmen liehen. So erwachten die Geldhexe Tyrannia Vamperl und ihr Neffe und Zauberer Beelzebub Irrwitzer zum Leben. Nur die Tier-Agenten Jakob Krakel, ein Rabe, sowie der verweichlichte Kater Maurizio di Mauro wissen von den bösen Plänen der Zauberer und wollen sie stoppen. Ob es ihnen gelingen wird, blieb bewusst offen - da muss nun jedes Kind selbst zum Buch greifen. Am Ende gab es von den Kindern begeisterten Applaus für die tolle Vorleseleistung und eine kleine Fragerunde, in der vor allem die Lesegewohnheiten und die alltägliche Arbeit der schulischen Mitarbeiter die Fünftklässler interessierten. Schließlich waren sich Organisatoren wie Zuhörer einig, dass diese Aktion die Schulgemeinschaft des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums wieder ein Stückchen näher hat zusammenrücken lassen.