Bunte Klassik am Kammermusikabend des Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Von ambitionierten Amateuren bis zur Meisterklasse war alles vertreten am Kammermusikabend des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in Andernach, der von Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe bestritten wurde. Der jüngste Teilnehmer, der Fünftklässler Emanuel Horn, bestritt als Begleiter am Klavier und als Solist an der Violine sein erstes Schulkonzert, während die angehenden Abiturientinnen im Chor schon viele mitgestaltet hatten. Der Organisator des Abends, der Musiklehrer Georg Friedrich, führte in kurzweiliger wie lehrreicher Moderation durch den Abend.

Das Publikum erlebte ein breitgefächertes Angebot mit einem Schwerpunkt auf der Kammermusik der Romantik. Zum Programm trugen die Siebtklässler Yannis Bernhardt, Max Bethge und Nick Schrott am Klavier mit bunten Beiträgen zwischen Klassik und Boogie bei sowie Alina Beitzel (Klasse 9) an der Flöte mit einem schwungvollen lateinamerikanischen Stück. Besonderen Applaus verdienten sich an diesem Abend die Debutanten: Emanuel Horn bei seinem ersten Auftritt an seinem Zweitinstrument Violine und Diren Duran als Sopran.

Herausragend waren die virtuos vorgetragenen Darbietungen am Klavier von Tim Späth (Klasse 9) und Vincent Wansorra (Klasse 12), die technisch anspruchsvolle und stimmungsstarke Stücke von Chopin und Skriabin zu Gehör brachten. Das mehrfach preisgekrönte Duo Diren Duran (Flöte) und Nathanael Horn (Klavier) trug ihren Wettbewerbsbeitrag vor, und der Zehntklässler wechselte in einem weiteren Duett an sein Zweitinstrument, die Klarinette, und ließ sich von seinem Bruder Emanuel am Klavier begleiten.

Höhepunkt des Abends war der gelungene Auftritt des Mittel- und Oberstufenchores mit Ausschnitten aus seinem Weihnachtsprogramm. Besonders die schwungvoll wie präzise musizierten Sätze aus der F-Dur-Messe Haydns mit von Elisa Birkenheier und Friederike Krischer glänzend vorgetragenen Solopassagen überzeugten das Auditorium und gaben dem Publikum einen Vorfreude weckenden Vorgeschmack auf das Weihnachtskonzert am 6.12. in der Hospitalkirche.

Klaus Schabronat