Bertha-von-Suttner Tag 2015

Am Bertha-von-Suttner-Gymnasium fand in diesem Jahr ein ganzer Unterrichtstag zu Ehren der Namenspatronin statt. Bertha von Suttner selbst war Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin und gewann 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis.

Die Veranstaltung des Andernacher Gymnasiums verteilte sich auf zwei Veranstaltungsorte: Die Mittel- und Oberstufe kam in der Mittelrheinhalle zusammen. Durch die Unterstützung und engagierte Mitarbeit zahlreicher Schülerinnen und Schüler wurde ein spannendes und anspruchsvolles Programm geboten. Die Schulband führte mit dem Lied "Joshua fit the battle" in den Vormittag ein und durch die musikalischen Beiträge des Chors, wie "Hebe deine Augen auf zu den Bergen" von Felix Mendelssohn, konnte das Publikum ein kurzweiliges Programm genießen. Außerdem zeigten die Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert" 2015 einen Einblick in ihre außergewöhnlichen Talente: Diren Duran an der Querflöte und Nathanael Horn am Klavier. Auch ernstere Themen wurden von der "Jugend debattiert"- AG (Krieg und Frieden) und Schülerinnen und Schülern der 10d in Dilemma-Erzählungen (Leben und Tod) angesprochen. Ein Oberstufenkurs stellte in Form einer Talkshowrunde die junge pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai vor und thematisierte ihren Einsatz für das Recht auf Bildung. Des Weiteren konnte ein Gast aus der näheren Umgebung von seiner Situation als syrischer Kriegsflüchtling im Rahmen eines Interviews berichten. Der Schulleiter Ulrich Hotz verlieh an Schülerinnen und Schüler des BvSG Fachpreise für hervorragende Leistungen in Musik, Sport und in der AG "Jugend forscht", darunter Mathias Becker, Bundespreisträger (Jugend forscht), sowie Sozialpreise für großes Engagement im Schulleben.

Die Klassenstufen 5 und 6 trafen sich im Andernacher JUZ: Dort erwartete die Schülerinnen und Schüler ein buntes Programm, das jede Klasse mit den Klassenlehrern vorbereitet hatte, nachdem der stellvertretender Schulleiter Karsten Tofote die Veranstaltung eröffnete. Drinnen und draußen waren Stationen aufgebaut, bei denen keine Langeweile aufkommen konnte. So wurde eingeladen zum kreativen Malen der wichtigsten Lebensstationen der Schulpatronin, zusätzlich konnte man kleine Friedenstauben basteln. Aber auch der Bewegungsdrang kam nicht zu kurz. Auf einer Bühne konnte man kleine Choreografien zu den Bertha-Buchstaben gestalten. Neben Akrobatikfiguren stellte der Fröbelkran eine knifflige Aufgabe dar, die von einer Klasse in Gemeinschaftsarbeit gelöst werden musste. Koordination und Teamgeist waren einmal mehr gefragt. Zum Abschluss vereinte ein heiterer Bertha-Rap die Stimmen aller Unterstufler, der noch auf dem Weg zurück zum Gymnasium für eine heitere Stimmung sorgte.

Insgesamt waren sich alle, vom Fünftklässler bis zur Oberstufe, einig: Der Bertha-Tag als gemeinschaftliche Lernerfahrung über die Klassengrenzen hinweg verdient unbedingt eine Fortsetzung.